Selm/Herne – Bezirk. Am 20. September 2026 fand in Kirche Selm der KiGO+ statt. Eingeladen waren die Kinder von drei bis 14 Jahren gemeinsam mit Eltern, Lehrkräften sowie interessierten Mitgliedern der Gemeinden Selm und Lüdinghausen
Der Gottesdienst begann mit einer herzlichen Begrüßung – ausdrücklich auch all derer, für die gerade etwas Neues angefangen hat: neuer Kindergarten, neue Schule, neue Klasse und nicht zuletzt der neue KiGO+ selbst. Grundlage war der Bibeltext aus Josua 1,9:
„Siehe, ich habe dir geboten, dass du getrost und unverzagt seist. Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst.“ (Josua 1,9, Lutherübersetzung 2017)
Nach dem Eingangsteil teilten sich die Kinder auf: Die Drei- bis Fünfjährigen gingen in die Vorsonntagsschule, die Sechs- bis Neunjährigen in die Sonntagsschule. Die übrigen Teilnehmer blieben im Kirchenschiff.
Aufregung darf sein – stark sein muss man nicht
Zum Einstieg ging es um das, was viele Kinder in diesen Wochen beschäftigt: die Aufregung vor der neuen Schule. Und darum, dass sich manchmal Angst dazu mischt: Finde ich Freunde? Sind die Lehrkräfte nett? Verstehe ich alles? Die Antwort darauf lautete bewusst nicht: „Du musst stark sein“, sondern: Gott sagt „Ich bin für dich da“. Genau das erlebte auch Josua. Nicht eigene Stärke, sondern die Zusage Gottes ließ ihn zuversichtlich handeln.
Jesus, der gute Hirte
Gemeinsam wurde gefragt: Was macht ein guter Hirte eigentlich? Er hofft nicht einfach, dass alle Schafe „irgendwie“ mitkommen – er hat jedes Einzelne im Blick und geht jedem nach. Auch denen, die als „unbequem“ erlebt werden. Für die Kinder übersetzt hieß das: Jesus kennt dich persönlich. Er weiß auch, was dir Sorgen macht. Mit Jesus wird nicht immer alles sofort leicht, aber er ist bei dir. Du bist nicht allein.
Das verlorene Schaf
Das Gleichnis vom verlorenen Schaf zeigt Gottes Versöhnungswillen und seine Liebe zum Sünder. Der gute Hirte denkt eben nicht „Pech gehabt“ und auch nicht „99 reichen doch auch“. Er macht sich auf den Weg und sucht das fehlende Schaf. „Verloren“ fühlt sich heute, wer z. B. in der Pause nicht mitspielen darf, allein in der Schulklasse sitzt oder etwas falsch gemacht hat und sich nicht traut, es zu sagen. Doch Jesus merkt es und hilft. Oft hilft er durch andere Menschen – auch durch dich: wenn du zum Mitspielen einlädst, dem anderen zuhörst oder auf ihn zugehst.
Gemeinsamer Abschluss
Nachdem die Kinder aus der Vorsonntags- und Sonntagsschule zurückgekehrt waren, wurde das Heilige Abendmahl gemeinsam mit der ganzen Gemeinde gefeiert. Mit Gebet und Segen endete der Gottesdienst.
Im Anschluss an den Gottesdienst gab es eine Pause mit Snacks und Getränken. Gestärkt ging es für die älteren Kinder dann in den Religions- und Konfirmandenunterricht. Einige Eltern nutzten die Wartezeit für den Austausch im Gesprächskreis oder für ein Gespräch bei einer Tasse Kaffee.
Was ist eigentlich „KiGO+“?
KiGO+ ist ein neues Kindergottesdienstformat der Neuapostolischen Kirche Westdeutschland, das im März 2026 gestartet ist. Bisher gab es auf Bezirksebene getrennte Kindergottesdienste für die Altersgruppen sechs bis neun Jahre und zehn bis 14 Jahre – mit umfangreicher Vorplanung und Rahmenprogramm. Wegen geografischer Gegebenheiten, begrenzter personeller Ressourcen und der zeitlichen Beanspruchung von Familien ließ sich dieses Modell vielerorts nur noch eingeschränkt umsetzen. KiGO+ bringt die Altersgruppen von drei bis 14 Jahren nun zusammen, bezieht Eltern, Lehrkräfte und die Gemeinde mit ein und orientiert sich stärker an den örtlichen Gegebenheiten.
© Bezirk Herne
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