Herne-West. Am Ostersonntag, 5. April 2026, erlebten die Gemeinden Herne-West und Herne-Wanne-Eickel einen besonderen Gottesdienst mit personellen Veränderungen in der Gemeindeleitung.
Apostel Thorsten Zisowski feierte den Gottesdienst auf Grundlage des Bibeltextes aus Johannes 20, Verse 17 und 18.
Spricht Jesus zu ihr: Rühre mich nicht an! Denn ich bin noch nicht aufgefahren zum Vater. Geh aber hin zu meinen Brüdern und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott. Maria Magdalena geht und verkündigt den Jüngern: »Ich habe den Herrn gesehen«, und was er zu ihr gesagt habe.
Zu Beginn der Predigt betonte der Apostel, dass sich die Darstellung des Ostergeschehens in den Evangelien zwar in Details unterscheide, die zentrale Botschaft sei aber einheitlich: Jesus Christus ist auferstanden. Die Unterschiede wären nicht verwunderlich, denn schließlich seien die Evangelien erst Jahrzehnte später basierend auf mündlichen Überlieferungen verschriftlicht worden. Apostel Zisowski machte deutlich, dass Jesus Christus Gott erkennbar gemacht, der Sünde widerstanden und sein Leben für die Menschen gegeben habe. Und damit sei der Heilsplan Gottes nicht zu Ende, denn Jesus Christus komme wieder.
Co-Predigten
In den Co-Predigten griffen die mitwirkenden Amtsträger zentrale Aspekte der Osterbotschaft auf. Hirte Bialowons erinnerte in seinem letzten Predigtbeitrag an die Begegnungen mit dem Auferstandenen. Jesus Christus erschien den verängstigten Jüngern mit dem Gruß „Friede sein mit euch“. Diese Begegnung machte die Jünger froh (Johannes 20, 20). Er wünschte der Gemeinde, dass die Begegnung mit Christus etwas verändere. Aus Angst und Sorge solle Frieden und Freude entstehen.
Bischof Eberle stellte die Osterbotschaft „Der Herr lebt“ in den Mittelpunkt. Jesus Christus lebe und kümmere sich um die Seinen, wie er es auch als Auferstandener getan habe. Statt unmittelbar in den Himmel aufzufahren, sei der Herr zuerst noch den Seinen erschienen und habe Trost und Zuversicht vermittelt und für die Entwicklung seiner Kirche gesorgt.
Heilige Versiegelung
Durch Gebet und Handauflegung des Apostels empfingen zwei Kleinkinder die Gabe Heiligen Geistes. Nach neuapostolischem Glaubensverständnis nimmt durch die Heilige Versiegelung Gottes Geist bleibend Wohnung im Menschen – Gott selbst schenkt Anteil an seinem Wesen.
Verabschiedung in den Ruhestand
Nach der Feier des Heiligen Abendmahles erfolgt die Ruhesetzung von drei bewährten Geistlichen. Hirte Bialowons war fast 23 Jahre als Gemeindeleiter tätig. Im November 2003 übernahm er die Leitung der damaligen Gemeinde Herne-Röhlinghausen (heute Herne-West nach der Fusion mit der Gemeinde Herne-Eickel). Seit März 2025 war der Hirte auch noch Vorsteher der Gemeinde Herne Wanne-Eickel. Als Geistlicher arbeitete Hirte Bialowons seit fast 40 Jahren in unterschiedlichen Amtsstufen. Ebenfalls in den Ruhestand verabschiedet wurden Priester Thomas Lux und Diakon Frank Bleckert. Priester Lux war fast 29 Jahre als Priester tätig und 36 Jahre ehrenamtlicher Seelsorger. Diakon Bleckert ist seit über 27 Jahren Geistlicher in diakonischen Dienst. Es komme nicht auf die Dauer oder das Amt an, sondern die Einstellung zu Amt und Auftrag, erläuterte der Apostel in seiner Ansprache. Er attestierte den bewährten Seelsorgern, dass sie ihre Aufgabe mit viel Herz und Hingabe erfüllt hätten.
Neue Vorsteher und Ordination zum Diakon
Mit Evangelist Weber und Priester Hofmann erhalten die Gemeinden Herne-Wanne-Eickel und Herne-West erfahrene Seelsorger als Gemeindeleiter. Für die Gemeinde Castrop-Rauxel-Süd wurde René Schrank zum Diakon ordiniert. Der Apostel riet den Geistlichen auf Gott zu hören. Gott spreche immer, manchmal aber leise. Man müsse genau hinhören und sich heiligen, um die Stimme Gottes wahrzunehmen.
© Bezirk Herne
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