Herne (Bezirk). Eine doppelte Premiere feierten die Jugendlichen im Herner Kirchenbezirk, um Impulse in die jenseitige Welt zu senden. Der Bezirks-Jugendbeauftragte, Priester Frank Hofmann, konnte am 1. März 2025 rund 90 Besucher und noch einmal so viele über IPTV angeschlossene Familien in der Gemeinde Castrop-Rauxel-Nord begrüßen.
Die Jugendlichen des Herner Kirchenbezirks hatten zu einer sehr atmosphärischen einstündigen Andacht eigeladen, die der Vorbereitung des ebenfalls ersten Entschlafenen-Gottesdienstes der Jugend am 2. März 2025 im Neuapostolischen Sozial- und Bildungswerk e.V. (SBW) in Recklinghausen-Suderwich diente. Durch die Veranstaltung führten Sina Aravantinos und Joleen Schwandt.
Während Priester Björn Rolka, Vorsteher in Datteln, auf der Orgel die Andacht musikalisch einleitete, und später auch immer wieder begleitete, konnten von den Besuchern Teelichter im Gedenken an verstorbene Familienangehörige und Freunde entzündet und rechterhand des Altars platziert werden. Ein stimmungsvolles Bild der kontemplativen Ruhe und des gläubigen Miteinanders, das auch optisch die Verbindung zwischen den Lebenden mit den in die Ewigkeit Vorangegangenen unterstrich.
Bedeutung des Lichtes
Das Eingangslied des von Stefanie Merker begleiteten Jugendchors, der die Andacht nicht nur musikalisch strukturierte im späteren Wechselspiel zwischen Gesang und Bibelversen, „Licht nach dem Dunkel“, lieferte das Stichwort für den sehr persönlichen Wortbeitrag von Jasmin Pagirnus. Sie sprach vom Licht und von der Wärme der Hoffnung der christlichen Botschaft, von Geborgenheit, Heimat und Trost: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben“ (Johannes 7, 12). Die innere Kälte und Leere der Trauer, die aufkomme, wenn wir an von uns geliebte und vermisste Verstorbene denken, so Jasmin Pagirnus, werde durch die Liebe Gottes in positive Energie umgewandelt: „Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet“ (Jesaja 66, 13). In der Gegenwart Gottes gebe es keine Dunkelheit. Seine Liebe schaffe Wärme und Geborgenheit für die Lebenden und die Toten, gebe den Trauernden Kraft und Hoffnung und den Entschlafenen ewiges Licht.
Sakramente für Entschlafene
Einem musikalischen Zwischenspiel in ungewöhnlicher instrumentaler Kombination von Euphonium (Ben Nasgowitz) und Keyboard (Laura Winizuki) folgte ein ausführlicher Wortbeitrag von Marcel Osthoff über das Entschlafenenwesen, das die Neuapostolische Kirche von allen anderen christlichen Kirchen unterscheidet. Sie geht über den Glauben an ein Leben nach dem Tod und die Unsterblichkeit der Seele hinaus, indem sie seit Beginn der 1880er Jahre für die unerlösten Seelen im Jenseits bittet und seit 1954 spezielle Gottesdienste für die Entschlafenen feiert, heute dreimal im Jahr. Der universale Heilswille Gottes, so Marcel Osthoff, gelte gleichermaßen für Lebende und Tote, weshalb den Entschlafenen in der Neuapostolischen Kirche auch die Sakramente Taufe und Versiegelung gespendet werden. Basis ist der Bibeltext aus1. Korinther 15, 29:
Was machen sonst, die sich taufen lassen für die Toten, wenn die Toten überhaupt nicht auferstehen? Was lassen sie sich taufen für die Toten?
Zwiesprache und Bibellesung
Ein nicht nur akustisch effektvolles Raumklang-Multilob, eine Frage-Antwort-Zwiesprache dreier Jugendlicher mit Gott in eigenen Texten sowie Zitaten aus der Bibel und ein Musikstück Björn Rolkas leiteten die abschließende Bibellesung ein: „Wir wollen euch aber, liebe Brüder, nicht im Ungewissen lassen über die, die da schlafen, auf dass ihr nicht traurig seid wie die anderen, die keine Hoffnung haben. Denn wenn wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, so wird Gott auch, die da entschlafen sind, durch Jesus mit ihm einherführen“ (1. Thessalonicher 4, 13 + 14). Die Andacht zum Entschlafenen-Gottesdienst schloss mit dem gemeinsam gesungenen Lied „Mögen die Straßen uns zusammenführen“ und einem ungezwungenen Austausch im Foyer bei Getränken und Häppchen (Fingerfood).
© Bezirk Herne
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